T e s t   d e r

n a t ü r l i c h e n   j a g d l i c h e n   A n l a g e n

d e s   I r i s h   R e d  S e t t e r s

( T N A

Allgemeine Bestimmungen 

 

Der TNA ist ein Test der natürlichen Anlagen
für Hunde im Alter zwischen 9 und 24 Monaten.
Er kann die Ausgangsbasis für eine spätere Jagdausbildung darstellen.
Es wird keinerlei Dressur für die geprüften Hunde vorausgesetzt.
Getestet werden Suche, Nase, Vorstehanlage und Reaktion auf den Schuss.

Ein bestandener TNA wird in die Ahnentafel eingetragen und gilt als eine mögliche Zuchtvoraussetzung für die Formzucht.

Der TNA wird jeweils im Frühjahr und im Herbst durchgeführt.

Organisation

Der TNA wird durch den ISCD organisiert.

Der Obmann für das Prüfungswesen beauftragt einen erfahrenen Hundeführer mit der Organisation. Dieser fungiert als Testleiter. Er schreibt den Test in Homepage und/oder Clubheft des ISCD aus und nimmt die Meldungen entgegen.

Die Mindestzahl zum Stattfinden eines Tests sind sieben gemeldete Hunde oder er muss an geeignete Veranstaltungen(vorhandenes Prüfungsrevier) des ISCD gekoppelt werden.

Die Prüfer müssen Leistungsrichter des ISCD oder erfahrene Hundeführer und Kenner unserer Rasse sein, die wenigstens fünfmal erfolgreich Hunde bei Clubs für englische Vorstehhunde geführt haben. Sie werden durch den Vorstand des ISCD ernannt.

Jeder TNA wird von zwei Prüfern abgenommen.
Testgebühr: 40 Euro (Nichtmitglieder (80 Euro)
Dauer des Testes: Ungefähr 15 Minuten.
Art der Überprüfung: Im Stil des freien Richtens
Durchführung des Tests

 

Das Terrain sollte über mäßigen Bewuchs verfügen und überschaubar sein. Schwierige Gelände sind zu vermeiden.

Geprüft wird:

Suche: Es wird keine ausgereifte Suche vorausgesetzt. Wichtig ist die Kopfhaltung und der Finderwille (Stochern auf dem Boden und zu tiefe Kopfhaltung sind unerwünscht). Als Gangart wird ein schneller Galopp erwartet.

Vorstehen: soll an Federwild geprüft werden.

Als Ersatzarbeit kann bei Wildmangel der Taubenwerfer eingesetzt werden. Dies darf nur durch eine fachkundige Person geschehen. Die dazu verwendeten Tauben müssen Brieftauben in bester körperlicher Kondition sein. Die Entfernung bis zum Taubenschlag darf 20 km nicht überschreiten. Spätestens wenn der Hund auf 5 Meter zu der Flugbox aufrückt, ist diese zu öffnen. Ein Kontakt des Hundes zur Taube ist strikt zu vermeiden. Der Tierschutz hat bei dieser Disziplin oberstes Gebot.

Es wird vom Hund kein Durchstehen erwartet, die Vorstehanlage muss aber erkennbar sein. Alleiniges Vorstehen auf Sicht sollte vermieden werden, da es nicht ausreicht zum Bestehen des Tests.

Nase: Die Qualität der Nase macht einen guten Hund aus. Es ist besonders positiv zu bewerten, wenn er früh Witterung auf nimmt.

Am Ende des Tests erfolgt ein Schusstest. Zur Prüfung der Schussfestigkeit sind vor dem freilaufenden Hund in seiner Nähe mindestens 2 Schüsse in einem Zeitraum von ca. 30 Sekunden, Kaliber 9 mm abzugeben.. Stark schussempfindliche sowie schussscheue Hunde können den Test nicht bestehen.

Die Prüfer beurteilen auch (in freier Anlehnung an die Wesenstestordung des ISCD) das Verhalten des Hundes. Ängstlichkeit, Scheue vor Menschen, Aggressivität sind untypisch für den Irish Setter und verhindern das Bestehen des Tests.

Nur wenn ein Hund in der Suche, beim Vorstehen, in der Nasenleistung und bei Schussabgabe korrekte Anlagen zeigt und über ein ausgeglichenes Wesen verfügt, kann er den Test bestehen.

Der Test kann im vorgegebenen Alter beliebig wiederholt werden.

Zum Abschluss erfolgt eine Besprechung der einzelnen Hunde durch die Prüfer.  

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